Freigabe der Wilden Saale in Halle für Paddler

Wilde Saale in Halle Foto: Lutz Winkler

Foto: Lutz Winkler

Gemächlich fließt das Wasser dahin, Sonne bricht durch die Baumkronen, die über den Fluss ragen, an den Ufern nichts als Grün – so wird schon in wenigen Wochen die Wilde Saale erstmals zu sehen und zu erleben sein. Denn der Nebenarm der Saale soll – nach fast zweijährigem Hin und Her – im Sommer endlich zum Paddeln freigegeben werden.

Grafik der Saale in Halle

Grafik: MZ/Tobias Büttner

Voraussichtlich am 8. Juni soll der Startschuss fallen, erklärte Simone Trettin, Leiterin des Teams Freiraumplanung der Stadtverwaltung, bei der Beigeordnetenkonferenz am Dienstag. Dann sollen erstmals Paddelboote, Kajaks und Kanus über die Wilde Saale schippern dürfen. Tret- und Motorboote bleiben aber weiterhin tabu. Damit reagiert die Stadt auf Naturschutzbedenken: Unter anderem haben sich in dem Gebiet Biber angesiedelt. Die nachtaktiven Tiere sollen nicht gestört werden. Aus diesem Grund soll nur zwischen 7 und 19 Uhr auf der Wilden Saale gepaddelt werden dürfen.

„Außerdem ist es verboten, die Ufer zu betreten“, so Trettin. Bis es so weit ist, stehen aber noch ein paar Sachen auf der To-Do-Liste der Stadt. So fehlt bislang noch die abschließende, wasserrechtliche Genehmigung, sagte Trettin. Allerdings hat der Landesbetrieb für Hochwasserschutz (LHW) als Eigentümer die Pläne bereits abgenickt. Außerdem muss der Fluss in den nächsten Wochen noch von Totholz beräumt werden, das sich unter anderem durch den Eisgang auf der Saale angesammelt hat. Die Arbeiten sollen nach Ostern beginnen.
So problemlos, wie das Vorhaben kurz vor der Freigabe erscheint, war es aber nicht immer. Biber, brütende Vögel und entdeckte Muscheln etwa verzögerten die Freigabe. Und auch die Frage, ob am Ufer Bäume gefällt werden sollen oder nicht. „Wir haben immer dafür gekämpft, dass das nicht passiert und auch die anderen Regeln, etwa die Ruhezeiten und das Zutrittsverbot für das Ufer, festgelegt werden“, sagt Grünen-Stadtrat und -Landtagsabgeordneter Wolfgang Aldag. „Dass man an der Wilden Saale jetzt weg vom Abholzen ist, ist auch grüner Erfolg.“

Quelle: https://www.mz-web.de/29936322 ©2018

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