Radreiseanalyse 2019 – Der Platzhirsch Elberadweg stürzt

Nun ist es also passiert, der Platzhirsch ist vertrieben. Nach 14 Jahren beliebtester Radweg in Deutschland hat es der Elberadweg bei der Radreiseanalyse 2019 nur noch auf Platz 2 geschafft. Wie konnte das passieren?

ADFC Radreiseanalyse 2019

ADFC Radreiseanalyse 2019

Die Aktivitäten in Sachsen und Niedersachsen kann ich schlecht beurteilen. In Sachsen-Anhalt wurde sich nicht wirklich um die Infrastruktur gekümmert. Zwar wurden, wenn neue Deiche gebaut wurden auch die Radwege angelegt, leider an vielen Stellen aber auch nur die Deichverteidigungswege genutzt. Weit weg von der Elbe, auf der einen Seite der Deichfuß, auf der anderen Seite Intensivlandwirtschaft. Langweilig. Es gibt auch die berühmte Aussnahme: Der „elbnahe Radweg“ zwischen Dessau und Aken, Prädikat empfehlenswert.

An vielen Stellen wurde aber nichts gemacht. Fahrt mal den Elberadweg von Schönebeck in Richtung Aken (stromauf). Pflastersteine als Spurbahnen, uneben, auf eine Reifenbreite (ca. 4 cm) mit einer Grasnarbe zugewachsen. Schon eine Zumutung für den Radler, der sich nur auf die Spur konzentrieren muss, nicht zu reden von Kinderanhänger oder Gepäckanhänger. Radler mit einem Kinderanhänger sind nach einer Analyse 2017 übrigens nicht die Zielgruppe auf dem Elberadweg. Bei unseren Touren auf anderen Radwegen sehen wir etwas anderes.

Den oben erwähnten Abschnitt des Elberadweges bei Schönebeck hat bereits 2013 die damalige für Tourismus zuständige Wirtschaftsministerin Brigitta Wolff besucht. Vielleicht werden nun die verantwortlichen Geldgeber wachgerüttelt.

Wer sich die Radreiseanalyse des ADFC anschauen möchte, hier geht es entlang
https://www.adfc.de/artikel/adfc-radreiseanalyse-2019/

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