Unstrutradweg: Anbindung von Weißensee

Da hat man gehofft, dass es endlich mit der Anbindung von Weißensee an den Unstrutradweg voran geht, und dann zwei Beiträge über weitere Probleme und Verzögerungen.
 
Dieses Jahr soll endlich mit dem Bau des lang geplanten Radweges im Landkreis Sömmerda begonnen werden. Doch die Stadt muss erneut umdisponieren. Seit Jahren steht der Radweg von Weißensee über Scherndorf bis zum Anschluss an den Unstrutradweg in den Haushaltsplänen der Stadt, gebaut aber ist noch kein einziger Meter.
 
Das soll sich in diesem Jahr ändern, kündigt Weißensees Bürgermeister Matthias Schrot an. Auch wenn die Stadt dabei erneut umdisponieren muss.
Mit dem Unstrut-Radweg soll Weißensee bald verknüpft werden. Archivfoto: Jens König

Mit dem Unstrut-Radweg soll Weißensee bald verknüpft werden. Archivfoto: Jens König

 
Nachdem die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie zunächst die Genehmigung der ursprünglich geplanten Brücke über die Unstrut versagt und eine pfeilerlose Variante verlangt hatte, plante die Stadt das Projekt um. Das allerdings hatte zur Folge, dass die Ausschreibung bei ursprünglich veranschlagten 1,7 Millionen Euro Baukosten am Ende 3,3 Millionen Euro ergab.
 
Die Stadt kann das nicht bezahlen und will den Radweg deshalb nun auf anderer Strecke ohne Brücke bauen. Im Haushalt sind dafür 1,8 Millionen Euro eingeplant.
 
Manche Projekte ziehen sich gefühlt eine Ewigkeit hin und am Ende glaubt kaum noch jemand an die Realisierung. So erscheint es auch bei dem Radweg von Weißensee über Scherndorf bis zum Anschluss an den Unstrutradweg. Seit Jahren steht dieses Vorhaben in den Haushaltsplänen der Stadt, am 22. Dezember 2016 wurden für das Projekt sogar rund 1,3 Millionen Euro Fördermittel bewilligt. Gebaut aber ist noch kein einziger Meter.
 
Das soll sich in diesem Jahr ändern, kündigt Weißensees Bürgermeister Matthias Schrot an. Auch wenn die Stadt dabei erneut umdisponieren muss. Nachdem die Thüringer Landesanstalt für Umwelt und Geologie zunächst die Genehmigung der ursprünglich geplanten Brücke über die Unstrut versagt und eine pfeilerlose Variante verlangt hatte, plante die Stadt das Projekt um. Das allerdings hatte zur Folge, dass „die Kosten durch die Decke gegangen sind“, bedauert Schrot .
 
Bei ursprünglich veranschlagten 1,7 Millionen Euro Baukosten ergab die Ausschreibung am Ende 3,3 Millionen Euro. „Das hätte ich politisch nicht vertreten können“, ist Matthias Schrot überzeugt. Fakt sei aber, dass die Stadt den Radweg brauche und auch nicht abzusehen sei, dass der Landkreis in diesem Bereich investieren werde.
 
„Wir müssen und selbst helfen“, ist der Bürgermeister fest entschlossen, den Weg nun eben ohne Brücke zu bauen.
Fördermittel stehen noch zur Verfügung
 
Die Fördermittel stünden zum Glück immer noch zur Verfügung, da die Stadt nachweisen konnte, warum es zu den Verzögerungen kam. Nun sei „nur noch“ zu klären, wie der Radweg über das Gewässer geführt werden kann, denn der Unstrutradweg befinde sich nun mal „auf der verkehrten Seite“, sagt Schrot mit einem Schmunzeln im Gesicht.
 
Der Plan ist, den Weg ab einem bestimmten Punkt zwischen Schönstedt und Scherndorf über eine andere Strecke als ursprünglich geplant zu führen und dann über die vorhandene Brücke in Leubingen den Anschluss an den Unstrutradweg zu vollziehen. Allerdings müsse dies das Straßenbauamt noch genehmigen, denn die neue Route führe etwa 50 Meter lang über die Straße, informiert der Bürgermeister.
 
Zum größten Teil folge der neue Streckenverlauf indes Feldwegen, die der Stadt schon gehören. Nur für die letzten 300 Meter müsse man mit einem Agrarbetrieb noch einen Flächentausch oder das Eintragen einer Dienstbarkeit regeln.
 
Gelinge alles wie geplant, könnte der Bau des Radweges trotz aller Widrigkeiten noch in diesem Jahr erfolgen, hofft Matthias Schrot . Im Haushalt sind dafür jedenfalls 1,8 Millionen Euro eingeplant.
 
 

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