Boderadwanderweg ab Hadmersleben bis Nienburg

Hinweisschild Boderadweg

Von Etgersleben bis Nienburg kann man ziemlich durchgängig einen Radweg an der Bode entlang befahren. Auch davor gibt es streckenweise schon gute Möglichkeiten, am Fluss entlang bzw. auf wenigbefahrenen Strassen in seiner Nähe zu radeln, jedoch fehlt dem Radweg die Durchgängigkeit. In den einzelnen Ortsbeschreibungen stehen aber unter dem Auswahlpunkt "Wandern und Radwandern" noch einige Hinweise zu den regionalen Gegebenheiten. Wegen der nicht mehr vorhandenen Bahnanbindung nach Etgersleben empfehlen wir, die Radtour am Bahnhof Hadmersleben (Bahnstrecke Magdeburg-Halberstadt) zu beginnen. Am Tourende in Nienburg hat man dann auch wieder Bahnanschluss (Strecke Bernburg - Calbe).


auf dem Boderadweg auf dem Boderadweg auf dem Europaradweg R1 in Gänsefurth

Zwischen der Bahnlinie und der Bode, also südlich der Gleise, führt ein Wirtschaftsweg nach Groß Germersleben.
Zunächst fahren wir parallel zu den Gleisen bis der Weg einen Rechtsbogen macht und sich der Bode nähert. Vorbei am südlichen Ortsrand von Groß Germersleben weist eine schmale Brücke (verlängerte Bodestr.) den Weg ans rechte Flussufer. Der Weg am anderen Ufer ist jedoch total verwachsen, so dass man besser nach links über die Kopfsteinpflasterstraße bergan in Richtung Ortsmitte fahren sollte. Oben fahren wir dann nach rechts auf der Landstraße nach Etgersleben. Im Ort halten wir uns rechts und radeln durch die Neustadt, Neustädter Straße, Friedensplatz zum Egelnschen Weg, dessen Verlängerung dann direkt am linken Bodeufer bis zur Brücke in Egeln-Nord führt.

Wasserburg Egeln

Dort fährt man über die Fußgängerbrücke und am rechten Bodeufer bis zur Bundesstraße 81. Dann geht es auf dem Radweg links neben der Bundesstraße bis zum Ortseingang Egeln (Magdeburger Strasse). Hier geht der Radweg gleich hinter dem Autohaus links rein, doch momentan behindert die Baustelle der Ortsumgehung die Durchfahrt, so dass man besser noch einige Meter geradeaus fährt und erst hinter der Baustelle links abbiegt. Der weitere Weg führt am Rande von Kleingärten entlang. Man kann sich auch durch Egeln einen Weg suchen, wo es hinter der Wasserburg Egeln, in deren Torhaus sich ein Museum für Vor- und Frühgeschichte befindet (Öffnungszeiten: Di-Fr 14-16 Uhr, So 14-17 Uhr, Tel. 32194), zum eigentlichen Weg am rechten Ufer zurückgeht.

Auf diesem fahren wir weiter in Richtung Wolmirsleben, wo wir zunächst die Strassenbrücke (August-Bebel-Str.) links liegen lassen. Es folgt eine weitere, kleinere Brücke, am östlichen Rand von Wolmirsleben, man könnte also auch einen Weg durch Wolmirsleben nehmen oder zum Naherholungsgebiet und Campingplatz "Großer Schachtsee" gelangen. An dieser 2. Bodebrücke biegen wir rechts ab und radeln bis zum Mühlgraben, wo noch eine Holzbrücke zu passieren ist, bevor unser Weg nach links, am Mühlgraben entlang weiterführt. Wir erreichen den Sportplatz bei Unseburg und überqueren hier über eine kleine eiserne Brücke den Mühlgraben (zum Parkplatz). Weiter geht es durch die Wallstrasse und Breitscheidstrasse bis zur Strassenbrücke in Unseburg, hinter welcher wir uns rechts halten müssen.

Blick vom Radweg zum Wasserturm

Wir radeln nun zunächst ein Stück am linken Ufer weiter, bis wieder eine Fußgängerbrücke den Weg zum anderen Ufer weist. Und somit geht es auf der rechten Seite vorbei am Rothenförder Wehr bis nach Athensleben, wo uns ein hübsch restaurierter Wasserturm erwartet. Man kann ihn erklimmen und die Aussicht über die Bodeumgebung und den Löderburger See geniessen. Danach fahren wir unterhalb des kleinen Parks bis zur Athensleber Brücke. Ab der Bodebrücke können wir am rechten Ufer auf einer Teerstraße am Löderburger See entlang radeln, müssen dann am Eingang zur Badeanstalt links abbiegen. Am "Löderburger See" ist ein richtiger Campingplatz noch am Entstehen, man könnte aber schon sein Zelt aufschlagen.
Nach Löderburg lässt sich auch ein Weg am linken Ufer nutzen. Dazu muss man die Brücke in Richtung Lust befahren und hinterm Athensleber Schloss rechts durch die Eichenallee und am Englischen Garten vorbei auf dem Bodedamm bis zum Ortsteil Löderburg-Thie fahren.

Gleich hinter der Löderburger Bodebrücke geht es in die erste Querstraße rechts, den Drachenschwanz, und dann immer geradeaus. Vorbei an Löderburg ist schon bald über den Fluss hinweg etwas versteckt im dichten Grün das Gänsefurther Schloss zu sichten. Kurz danach trifft unser Weg an der schmalen Gänsefurther Brücke auf den Europa-Radweg R1, der aus Richtung Hecklingen kommt. An dieser Stelle können wir einen Abstecher zur Hecklinger Kirche St. Georg und Pancratius (Hermann-Danz-Str.) machen, die heute zur "Straße der Romanik" gehört (Besichtigungen und Führungen Mo-Fr 11-13.45 Uhr und Sa/So 14-17 Uhr oder nach Vereinbarung mit dem Pfarramt, Tel. 601201).

Der Europa-Radweg R1 kommt von den Niederlanden, führt durch das Münsterland, Weserbergland, den Harz und tritt bei Meisdorf in den Landkreis Aschersleben-Staßfurt ein. Hier verläuft er durch Ermsleben - Reinstedt - Hoym - Gatersleben - Schadeleben - Neu Königsaue - Gänsefurth - Staßfurt - Hohenerxleben, weiter dann durch Nienburg - Bernburg - Dessau - Wittenberg - Werder/Havel - Potsdam - Berlin zur polnischen Grenze.

Gemeinsam verlaufen der "R 1" und der Boderadweg nun auf dem Damm der alten Roßbahn durch eine Kleingartenanlage, über's Wehr "Am Schütz", durch das Wäldchen "die Horst" und über den Staßfurter Neumarkt. Hier geht es leicht rechts über die Ampel in Richtung Bibliothek den Rad/Fußweg bis zur zweiten Bodebrücke (Zollstr.) weiterzufahren.

Blick vom Staßfurter Bodeufer

Wenn noch etwas Zeit ist, sollte man das zur "Glück-Auf-Tour durch Sachsen-Anhalt" gehörende Stadt- und Bergbaumuseum Staßfurt (Pestalozzistr. 6) besuchen. Es bietet eine Ausstellung zur Stadtgeschichte und zur Siedesalzgewinnung und Kaliindustrie (Öffnungszeiten: Di 10-12, 13-18 Uhr, Do 10-12, 13-16 Uhr, So alle 14 Tage 14-17 Uhr oder nach Voranmeldung, Tel. 323133).

Auf der linken Uferseite verlassen wir Staßfurt über Schlachthofstr. - Löbnitzer Weg - Marnitzer Weg - Calbesche Str. in Richtung Hohenerxleben. Der Weg macht dann nach rechts einen Bogen und biegt am Gelände des Wasserversorgungszweckverbandes wieder links ab. Etwa an dieser Stelle beginnt auch direkt am Wasser ein neu angelegter Wanderweg nach Hohenerxleben, der allerdings mit Mühe von hier oben zu erreichen ist. Man kann aber auch oben auf dem Wirtschaftsweg bleiben.

In Hohenerxleben geht es über die Bodebrücke, dann hinter der Kirche links den Berg hinauf und dann nochmal links zum Hohenerxleber Schloss. Oben kann man sich das Schloss ansehen und hat einen interessanten Ausblick übers Bodetal. Danach radelt man auf schattigen Park- und Waldwegen bis nach Neugattersleben. Dabei geht es unter der Autobahnbrücke der A 14 hindurch, hinter der sich die Bode in 2 Arme teilt, den natürlichen Verlauf links und den kanalisierten Bereich rechts. Eine kleine Brücke weist den Weg nach links in den Neugattersleber Schlosspark, der von beiden Bodearmen umflossen wird. Im Folgenden nehmen wir einen der vielen Wege durch diesen Park und erreichen schließlich das Schloss. Von hier aus fahren wir durch die Friedenstrasse zur B 71, die überquert werden muss. Dann geht es durch die Goethestraße, den Radelsberg und in deren Verlängerung über einen Feldweg auf der linken Flussseite nach Nienburg.

Blick von Bodebrücke Nienburg

Wir erreichen Nienburg, radeln am Schwimmbad und am Wasserturm vorbei zum Markt. Dann können wir der zur Strasse der Romanik gehörenden Schlosskirche St. Marien und Cyprian (Goetheplatz) einen Besuch abstatten (Besichtigungen: Mai-Sept. Fr, Sa, So und Feiertag 14-16 Uhr oder nach Vereinbarung, evangelisches Pfarramt Goetheplatz 8, Tel. 22348, Fax 21040), bevor wir letzlich zur Mündung der Bode in die Saale gelangen.

Hier ist die Bode-Radtour beendet, Nienburg hat Anschluss an die Bahnstrecke Bernburg-Calbe (in Calbe/Ost umsteigen Strecke Magdeburg-Halle). Wer weiterradeln möchte, kann nun dem Saale-Radwanderweg oder dem "R 1" folgen.
Der Europaradweg R1 und der Saaleradweg verlaufen am rechten Saale-Ufer gemeinsam in Richtung Bernburg. Kurz hinter der Nienburger Saalebrücke geht's rechts ab und an einem alten Saalearm vorbei über Grimschleben nach Bernburg. Am östlichen Stadtrand von Bernburg, an der Fuhne, zweigt der "R 1" ab und führt über Baalberge, Wulfen, Aken nach Dessau. Während der Saaleradweg von Bernburg über Plötzkau, Alsleben, Rothenburg und Halle weitergeht. In Richtung Calbe und Barby beginnt der Saaleradweg links hinter der Saalebrücke.

Fahrradservice und Reparatur:

mehr zum Bode-Radweg: www.boderadweg.de

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© Sabine Spohr 1998 - 2010  01.08.2008