Die Elbe

Die Elbe ist Deutschlands zweitlängster Fluss und zählt zu den bedeutendsten Strömen Europas. Ihre Gesamtlänge beträgt 1091 km, davon sind 940 km schiffbar. Sie entspringt im Riesengebirge (Tschechische Republik), durchbricht das Böhmische Mittelgebirge, das Elbsandsteingebirge, erreicht oberhalb von Riesa das Norddeutsche Tiefland und durchfließt bei Prettin die Grenze zwischen Sachsen und Sachsen-Anhalt. Sie hat bis dahin rund 1300 m Höhenunterschied zurückgelegt. Nördlich von Pretzsch bis nach Magdeburg erstreckt sich die Elbe mit ihren Auen auf einer Länge von 129 km im Landschaftsschutzgebiet "Mittlere Elbe". Charakteristisch für diesen Bereich ist das geringe Gefälle des Flußbettes von im Mittel 17 cm pro km. Buhnen, die etwas gegen die Stromrichtung gebaut sind, zwingen das Wasser zur Strommitte. Bei mittlerem Wasserstand fließen ca. 300 m³ pro Sekunde vorüber.

Im Biosphärenreservat "Mittlere Elbe" befinden sich von der Muldemündung bis zur Saalemündung mit 117,4 km² die größten zusammenhängenden Auenwaldkomplexe Mitteleuropas. Die Kernzone umfaßt 8 Totalreservate als absolut geschützte Lebensräume, in denen jede Nutzung ausgeschlossen ist. In der Elbe leben mittlerweile über 50 Fischarten, an und im Fluss etwa 40 Säugetierarten (davon ist der Biber das Charaktertier) und über 45 Wasservogelarten. Seit November 1997 gehört es zum, von der UNESCO anerkannten, Biosphärenreservat "Flusslandschaft Elbe". Es erstreckt sich vom Städtchen Prettin in Sachsen-Anhalt bis nach Tesperhude in Schleswig- Holstein. Das neue Biosphärenreservat baut sich vor allem aus den schon vorhandenen Natur- und Landschaftsschutzgebieten links und rechts der Elbe auf. Die Schutzgebiete werden zu einem großen Ganzen gebündelt. 59,3% liegen auf dem Territorium Sachsen Anhalts. Ein Schutzgebiet in dieser Größe, das sich über fünf Bundesländer erstreckt, hat es in der deutschen Geschichte noch nicht gegeben. Die Einrichtung weiterer Informationsstellen und Besucherzentren entlang der Elbe ist vorgesehen.

Oberhalb von Schönebeck zweigt der heutige Elbe-Umflutkanal ab, der unterhalb von Magdeburg bei Lostau wieder in die Elbe mündet. Durch das Öffnen des Pretziener Wehrs (größtes Schützentafelwehr Europas von 1876; es steht unter Denkmalschutz) im Umflutkanal werden bei größerem Hochwasser ca. 20% des Elbwassers in den Kanal abgeleitet und somit Hochwasserschäden in Schönebeck und Magdeburg vermieden. In Magdeburg zweigt sich der Fluß am Rotehornpark in die Stromelbe (links) und die Alte Elbe mit Wehr (rechts). Die Elbstrecke in der Stadtlage Magdeburg ist durch die an der Sohle des Flusses befindlichen Felsrippen, den Magdeburger Domfelsen und den Herrenkrugfelsen, gekennzeichnet. Auf der 113 km langen Strecke bis zur Havelmündung passiert der Strom von Magdeburg bis Jerichow in nördlicher Richtung viele für den Naturschutz wertvolle Bereiche, wie z.B. das NSG "Weinberg" bei Hohenwarthe oder das NSG "Arneburger Hang". Die alten Mäander der Elbe sind sehr breit und flach. Dieser Bereich soll zum Landschaftsschutzgebiet "Elbauenwiesen" werden. Unterhalb von Rogätz trifft man auf großflächige und reich strukturierte Uferflutungsbereiche des Stromes.

Das Elbetal von der Havelmündung bis zur Landesgrenze zu Niedersachsen bei Lütkenwisch hat eine Breite von 8 bis 16 km. Die eingedeichte Elbe hat ihr Gefälle hier weiter auf ein Mittel von 13 cm pro km verringert. Die zwischen 500 m und 3 km breiten Überflutungsflächen werden fast jährlich bei Hochwasser überschwemmt. Die Untere Elbe beginnt an der Staustufe Geesthacht, sie legt bis zur Mündung in die Nordsee bei Cuxhaven / Kugelbake noch eine Strecke von 142 km zurück.

Dieses Angebot befindet sich noch im Aufbau, wer Tipps oder Links hat, kann sich einfach bei uns per Mail oder Formular melden.

Schiff bei Magdeburg

Paddler auf der Elbe bei Wittenberg
Hafeneinfahrt Marina-Camp Elbe Wittenberg
Steilufer zwischen Wittenberg und Coswig
Elbe bei Coswig
Blick zur Saalemündung
Fußgängerbrücke Magdeburg Herrenkrug

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© Sabine Spohr 1998 - 2009   08.02.2009