Unsere Elster-Radweg-Tour im August 2004

am Bahnhof Bad Brambach - Hoffen auf nachlassenden Regen

Etappe 1 von Bad Brambach nach Oelsnitz

Freitag, den 13.8.2004 Abfahrt per Bahn von Magdeburg (Hbf), umsteigen in Halle, Leipzig, Reichenbach, Ankunft in Bad Brambach 16:22 Uhr im strömenden Regen. Da es hier weit und breit keine Campingplätze gibt, war unser erstes Ziel die Pension "Haus Anna".
Am späten Nachmittag besserte sich das Wetter etwas, wir erkundeten den Ort und Kurpark, bekamen in der Drogerie gute Tipps für die Radwanderung zur Elsterquelle und landeten im "Dresdener Hof" zum Abendessen.

Am Samstagfrüh zum Start der Elster-Radtour wieder Regen. In Richtung Grenze ging es leicht aber beständig bergan. Kurz hinter der kleinen Ortschaft Horni Paseky macht die Straße in Richtung Venerov einen Bogen nach rechts. Dort zweigt ein Radwanderweg nach links ab (No. 2062). Nach ca. 4 km weist endlich ein hölzernes Schild den Weg zur Elsterquelle (Bily Halstro) nach links. Die letzten Meter sind Waldweg und zum Teil nur schiebend zu bewältigen.

erster eindeutiger Hinweis zur Elsterquelle Elster-Quelle Wir waren hier!
kleine Weiße Elster Die Elster-Quelle ist mit Steinen eingefaßt und die ganze Anlage rings herum hübsch gestaltet und sehr gepflegt. Hier entsteht also unser Tourbeginnfoto und wir tragen uns in das kleine Büchlein ein. Leider alles immer noch im Regen.
Dann geht es wieder zurück in Richtung Venerov. Wir testen den Elster-Wanderweg quer durch den Wald. Man sollte jedoch besser auf den Radwegen bleiben und den Hinweg zurückfahren. In Venerov steuern wir zielstrebig das Restaurant "U Sprenaru" an, da uns die Wandertourbeschreibung von Wolfgang Trommer (möchte nicht verlinkt werden) neugierig gemacht hatte. Es ist zwar erst 11 Uhr und ein Mittagessen haben wir uns nach der bisher kurzen Tour noch nicht verdient. Aber ein Pilsner Bierchen soll es sein. Als wir die Gaststube betreten, riecht es lecker nach Knobisuppe und da wir ziemlich durchnäßt sind, kommt uns ein heißes Süppchen natürlich gerade recht. Die nette Kellnerein zeigt uns auch noch den hübschen großen Saal in der oberen Etage, wo man sicherlich toll feiern kann.
Radweg No. 2062
die kleine Weiße Elster die tschechischen Radwege 
Restaurant U Sprenaru wir im U Sprenaru der Saal
Restaurace U Sprenaru in Venerov Prost auf die Weiße Elster-Tour der Saal in der oberen Etage

Gleich links neben den Restaurant beginnt der Wanderweg nach Dolny Paseky (grüner Querstrich), dem wir folgen. Wir treffen dort ein Quellhäuschen (Mineralwasserquelle) und folgen weiter dem Wanderweg an der kleinen Elster. An einer kleinen Talsperre geht es über die Staumauer und anschließend auf dem Wanderweg mit gelbem Querstrich weiter bis nach Doubrava. Hier scheint uns die letzte Chance für ein zünftiges Essen mit böhmischen Knödeln zu sein und wir kehren ein. Hier im grenznahen Bereich hat man sich auf viele deutsche Mittagsbesucher eingestellt.

Quellhäuschen Mineralwasserquelle Stausee
Quellhäuschen von außen Mineralwasserquelle innen Elster-Stausee

Nach unserem Gaststättenaufenthalt hörte der Regen auf. Wir fahren Straße nach Bad Elster, wo uns erste Schilder mit dem Elsterradweglogo begrüßen. Leider verlieren wir die Ausschilderung hinter einem Schwanenteich sehr schnell wieder. So kämpfen wir uns vergeblich bergan. Dank Hinweisen von Einheimischen kehren wir zur Hauptstraße zurück und finden den Kurpark. Dort haben einge Geschäfte geöffnet und wir investieren in eine regionale Wanderkarte (Kompass 805: Vogtland-Plauen). Ausserdem wurde uns in der Gästeinfo von Bad Elster empfohlen, den Weg am Waldesrand zum Bahnhaltepunkt Bad Elster zu nehmen.

Schwanenteich in Bad Elster Kuranlage Marienquelle in Bad Elster
Schwanenteich Bad Elster Parkanlage Bad Elster Marienquelle Bad Elster

Vom Bahnhaltepunkt Bad Elster geht es bergab zur B 92 und hinter einem Skoda-Autohaus verläuft der Radweg nach Adorf, wo wir wieder einige Elsterradweg-Schilder sehen. Leider sahen wir keine Ausschilderung zur Miniaturschauanlage "Kleines Vogtland". Es ist schon nach 16 Uhr und wir wußten nicht, wie lange die Anlage geöffnet hat. Auch haben wir noch ein weitgestecktes Ziel vor uns, also suchen wir nicht (jetzt wissen wir, dass 17:30 Uhr der letzte Einlass ist).

Elsterradweg vor Leubetha Der Elsterradweg führt am Adorfer Bahnhof entlang und dann an einer Lokomotivenschau. Dort verliert sich die Beschilderung. Es gibt drei mögliche Wege. Zum Glück sind wegen der Lokomotivenschau viele Schaulustige hier, so werden wir in den linken Weg entlang der Bahngleise geschickt. Später verengt sich der Weg und endet als Wiesenweg an der Landstraße bei Leubetha, die nach links kurz darauf auf die Bundesstraße 92 trifft.

Dampflok bei Rebersreuth Hier müssen wir uns nun entlang der vielbefahrenen Bundesstraße kämpfen und vor einem leichten Rechtsbogen links bergan fahren. Bei dem vielen Autoverkehr eine ganz schöne Zumutung, hier plötzlich die B 92 queren zu müssen. In Rebersreuth geht es dann links ab und bergan in Richtung Eichigt. Hier lauern erneut viele Schaulustige auf die Ankunft einer Dampflok.

Die Radwanderroute "Elsterradweg" ist nun zwar besser beschildert, doch geht sie nur über Landstraßen bergauf und bergab. Erst in Unterhermsgrün am Gasthaus "Dreihöf" finden wir auch die Elster wieder. Leider werden wir gleich danach wieder einem Härtetest unterzogen und müssen erneut entlang der Bundesstraße 92 bis nach Oelsnitz radeln.

Es ist schön recht spät und unser Etappenziel, der Campingplatz an der Talsperre Pirk, scheint unerreichbar zu werden. Da führt uns der Elsterradweg in Oelsnitz endlich weg von der B92 über Nebenstraßen und kleine Wege in Richtung Weiße Elster und so kommen wir am Stadtbad von Oelsnitz vorbei, wo gerade ein paar Jugendliche ein kleines Zeltlager errichten. Also nichts wie hin, schauen wir doch mal, ob man nicht spontan eine Nacht Zelten darf. Naja, spontan ist zwar nicht erwünscht, wir hätten vorbestellen sollen (Tel. 037421/22619). Es ist ja kein richtiger Campingplatz und es sollen nicht mehr als 10 Zelte stehen. Aber weil nicht alle angemeldeten Gruppen erschienen sind, dürfen wir dann doch bleiben. (Wie hätten wir denn vorbestellen sollen, wußten ja bis eben gar nichts von dieser Campingmöglichkeit, ausserdem wollten wir ja eigentlich bis Pirk.) Toll, dass wir bleiben durften und dass uns auch noch ein Bäcker mit Sonntagsöffnungszeiten für die Frühstücksbrötchen empfohlen wurde (Bäcker Vierkant an der B92). Also konnten wir den Tag in Ruhe ausklingen lassen und noch ein wenig durch Oelsnitz wandeln.

Stadbad Oelsnitz Rathaus Oelsnitz Kirche Oelsnitz
Stadtbad Oelsnitz mit kleiner Campingwiese Rathaus Oelsnitz Kirche Oelsnitz

Etappe 2 von Oelsnitz bis zur Talsperre Pöhl

zum Seitenanfang Seitenanfang

 


© Sabine Spohr 2003 - 2008  19.06.2005