Wasserwandern Saale - Etappenvorschlag Nr. 11

Rothenburg - Bernburg

Länge: ca. 20 km

Einsatzstelle: Saalefähre Rothenburg

Aussetzstelle: Bernburger Wassersportverein oder städtischer Anleger

Schleusen: Rothenburg (59), Alsleben (60)

Tour-Tipps: diese Etappe führt z.B. unter der neu erbauten Autobahnbrücke der A14 durch.
Bei km 45 ist linkerseits das Plötzkauer Schloß zu sehen. Kurz vor Bernburg fließt von links die Wipper in die Saale.

Übernachten: Kann man bei mehreren Wassersportvereinen in Bernburg, z.B.:

  • Bernburger Wassersportverein (km 38,5), Dr.-John-Rittmeister-Str. 12-13, Tel. 03471/21576 mit Gaststätte "Schifferklause"
  • Bernburger Ruderclub (km 36,7), An der Überfahrt 2b, Tel. 039471/23739 mit Gaststätte "Zum Bootshaus" (Tel. 039471/22607)
  • Motorbootsportverein "Wasserwandern" (km 36,8), Pfaffenbusch, Tel. 03471/22869 mit Clubhaus

Sehenswertes: Das Schloß Bernburg als schönstes anhaltinisches Schloß an der Saale steht auf einem Felsen hoch über der Stadt. Um den geräumigen Schloßhof gruppieren sich die Renaissancebauten aus dem 16. Jh. Im Süden der unregelmäßigen Mehrflügelanlage befinden sich der Haupteingang mit reichem Barockportal, der "Blaue Turm" und das "Alte Haus" (im Kern aus dem 15. Jh.). Im Südosten des Schloßkomplexes liegt die barocke Reitbahn (1756). Die zwischen 1730-32 errichtete Orangerie im ehemaligen Schloßgarten erinnert ihrer Gestaltung nach an den Dresdner Zwinger. Als ältestes erhaltenes Gebäude gilt der um 1200 entstandene Bergfried (Eulenspiegelturm). Zu den schönsten Teilen zählen die Leuchte und das Langhaus (1567) mit reicher Giebelarchitektur und 2 Erkern. In einem Teil des Schloßgebäudes ist das Kreismuseum mit Sammlungen zur Vor- und Frühgeschichte, zum historischen Mühlen- und Salzbergbaugewerbe im unteren Saaletal sowie einer umfangreichen Kollektion von Bauplastik aus dem Mittelalter, der Renaissance und dem Barock untergebracht, Tel. 25007

Das Schloß Plötzkau entstand von 1566-73 auf den Umrissen der mittelalterlichen Feudalburg als Wohnschloß der Askanier. Es ist ein Renaissancebau auf vorhandenen gotischen und romanischen Elementen. Die Dachgeschosse haben Querhäuser mit schönem Giebelschmuck. Der Bergfried wurde um 2 Stockwerke erhöht, hat im Dachbereich vier Renaissancegiebel und ist 37 m hoch. Die unteren 3 Geschosse des Turmes waren einst das Burgverlies; dieses war nur vom 4. Geschoß aus über eine Leiter zugänglich. Das Schloß hat mehr als 70 bewohnbare Zimmer und 21 Querhäuser. Vor dem Torhaus befand sich früher ein Graben über den eine Zugbrücke führte. Jenseits des Grabens steht das Prinzenhaus, das bis 1655 als Münzstätte diente und die Wohn- und Werkräume für die Münzmeister enthielt. Ein großer Kamin im Fürstensaal hat einen mit zwei farbenprächtigen Wappen verzierten Sandsteinaufsatz von 1567.



© Saale-Unstrut-Tours 2003
angepasst: Oliver Demian  27.02.2008