Wasserwandern Saale - Etappenvorschlag Nr. 13Calbe - BarbyLänge: ca. 20 km Einsatzstelle: Anleger TSG Calbe oder städtischer Anleger Calbe Aussetzstelle: Elbe - Wassersportverein "Blau-Weiss" Barby 04 oder städtischer Anleger Schleusen:
Tour-Tipps: Zunächst fahren wir den Mühlgraben zurück und folgen der Saale zur Schleuse Gottesgnaden, der letzten Saaleschleuse. Etwa ab Saalekilometer 9,0 beginnt das Biosphärenreservat "Mittlere Elbe", ein grosses Naturschutzgebiet, wo das Anlegen am rechten Ufer strengstens verboten ist. Wir begleiten die Saale auf ihrem letzten Abschnitt, bevor sie nahe Barby in die Elbe mündet. Direkt an der schon sichtbaren Autofähre am linken Elbufer befindet sich der Anleger des Barbyer Wassersportvereins. Übernachten: Auf dem Gelände des SSV "Blau-Weiß" Barby 04 (Ansprechpartner: Fred Schneider, Birkenweg 38, Tel. 039298/304 bzw. Birkenweg 22, Tel. 039298/28324) Wer noch Lust und Zeit hat, kann von hieraus die Elbe nach Magdeburg befahren (ca.
35 km). Die Strömung ist ja viel grösser und sollte kräftig mithelfen... Doch ist es
meist windiger und manchmal spiel der Gegenwind einen Streich, also bitte nicht zu früh
freuen! Auch ist die ruhige Fahrt nun vorbei, denn es fahren viel mehr kleine und auch
große Schiffe, also mehr Wachsamkeit gefragt! Sehenswertes: Das Biosphärenreservat "Mittlere Elbe" breitet sich als intakteste Flussauenlandschaft auf einer Fläche von 43 000 Hektar entlang der Elbe, zwischen Barby und Gräfenhainichen aus. Mit weltweit 300 anderen Reservaten wird es von der UNESCO betreut. Den Charakter dieses Gebietes prägen die langgestreckten Auenwälder mit ihren Solitäreichen und Wildobstbeständen. Seltene Tierarten haben hier ein Zuhause. Den Elbbiber - Symboltier des Reservats - aber auch Fischotter, Störche, Kraniche, Spechte, Hirschkäfer, seltene Libellen u. a. kann der aufmerksame Beobachter entdecken. Das neue Biosphärenreservat baut sich vor allem aus den schon vorhandenen Natur- und Landschaftsschutzgebieten links und rechts der Elbe auf. Die Schutzgebiete werden zu einem großen Ganzen gebündelt. Ein Schutzgebiet in dieser Größe, das sich über fünf Bundesländer erstreckt, hat es in der deutschen Geschichte noch nicht gegeben. An der alten Barbyer Stadtmauer am Elbwerder, zwischen Schloß und Elbe, befinden sich zwei hübsche ehemalige Wachtürmchen zur Elbe, dem 1620-1660 im Renaissancestil erbauten "Prinzeßchen" und dem 1744 barock erbauten "Prinz", der als Teehäuschen diente. Das Prinzeßchen war ehemals eine Sternwarte der Herrenhuter Brüdergemeinde, es hat geschnitzte Masken an den Holzstützen des Turmes. Die Barbyer St. Marien-Kirche am Markt entstand 1250-80 als frühgotischer Bau, wurde später erweitert und verändert. Ihr 47 m hoher quadratischer Turm (von den Einheimischen auch "Dicke Marie" genannt) wurde 1505 errichtet, stürzte jedoch 1561 ein und wurde 4 Jahre danach wieder aufgebaut. Die Kuppelhaube wurde 1711 aufgesetzt. In der Kirche befinden sich ein Taufstein von 1564, eine geschnitzte Kanzel von 1722 und ein Altaraufsatz mit hölzernen Säulen aus dem Jahre 1728. Zur prächtigen Barockausstattung des 18. Jh. gehört auch die Orgelempore. |
© Saale-Unstrut-Tours 2003
angepasst: Oliver Demian 27.02.2008