Schulpforte

Saale-km: 168,5 li Postleitzahl: 06628 Tel.-Vorwahl: 03445

Das bekannte Internat und ehemalige Kloster Pforte sowie das Landesweingut liegen zwischen Bad Kösen und Naumburg am rechten Saale-Ufer.

Geschichtliches Regelmäßige Veranstaltungen
Sehenswürdigkeiten Verkehrsanbindung
Wandern und Radwandern Informationen
Freizeit und Erholung zum Saale-Bild

 

Geschichtliches:

  • Als im Jahre 1136 die Zisterziensermönche aus Schmölln an die Saale zogen, entstand das Kloster Pforta. Es entwickelte sich rasch zu einem der schönsten und reichsten Klöster in der Saale-Unstrut-Region. Die Mönche von Pforta trugen zur Entwicklung der Wirtschaft bei. Sie legten Teile des sumpfigen Saaletales trocken, errichteten Wehre und bauten die kleine Saale aus, um ihre Mühlen antreiben zu können. Außerdem bauten sie Obst und Wein an. Von ihren französischen Stammklöstern in der Champagne und in Burgund ließen sie sich Rebensetzlinge kommen, die sie erfolgreich an den sonnigen Kalkhängen des Saaletales pflanzten. Im 12./13. Jh. waren sie mit dem planmäßigen Ausbau eigener Wirtschaftshöfe (Grangien) beschäftigt. Wobei das Kloster ganze Dörfer eingehen ließ, um an die Länderein zu gelangen.
  • Nachdem das Kloster 1540 durch die sächsiche Regierung aufgelöst wurde, zog die sächsische Landesschule in den Gebäudekomplex ein. Herzog Moritz von Sachsen (1521-53) bestimmte das Kloster 1543 zu einer der ersten Landesschulen mit humanistischer Ausbildung. Die Schule wurde durch die kursächsische, ab 1815 durch die preußische Regierung besonders gefördert.
  • Das Internat kann stolz auf 372 Schüler verweisen, die später in die Geschichtsbücher eingegangen sind, wie z.B. der Dichter Friedrich Gottlieb Klopstock (1724-1803), die Philosophen Johann Gottlieb Fichte (1762-1814) und Friedrich Nietzsche (1844-1900).
  • Die Schüler konnten jedoch nicht die reizvolle Umgebung genießen. Predigersohn Karl Friedrich Bahrdt (1741-92) beschreibt in seinem Lebensroman, wie ihm die Schule vergrault wurde: "Aus dem Gebäude heraus darf sich kein Schüler wagen. Selbst der schöne große Blumengarten, von dessen Obstreichtümern nie eine Schale zur Klause gelangt, ist ihnen bei hoher Strafe untersagt. Ihre Schritte dürfen nie weiter gehen, als sich die Schlafsäle, Cönakel und der sogenannte Kreuzgang erstrecken. Letzterer ist der einzige Ort, wo sie Bewegung und frische Luft genießen ...".
  • 1935 wurde die Schule in eine "Nationalpolitische Erziehungsanstalt" umgestaltet, zwischen 1945 und 89 war sie Erweiterte Heimoberschule und seit 1990 ist sie wieder Landesschule.

 

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Sehenswürdigkeiten:

  • Das ehemalige Kloster gehört heute zur Straße der Romanik. Der Gebäudekomplex geht auf das 1136 gegründete Zisterzienserkloster zurück und bietet sehenswerte Zeugnisse der Romanik. Die alte Klosterkirche, eine romanische Backsteinbasilika, wurde 1251-68 im gotischen Stil umgebaut. Der Chor gehört zu den Meisterleistungen dieser Zeit. Von den anderen Kloster- bzw. Schulgebäuden sind u.a. die einschiffige Abtskapelle (um 1230), der Kreuzgang, der Kapitelsaal, das Reflektorium, das Konversenhaus, das Hospitz, die Klostermühle, das Fürstenhaus (1568-75), der Schafstall und das Amts- und Pächterhaus. Im 1855/56 neu errichteten Torhaus befindet sich heute eine Gaststätte. Besichtigung von Kreuzgang und Kirche sind möglich. Führungen April-Sept. Sa 10.30 / 14 Uhr (ab 5 Personen) und nach Vereinbarung, Tel. 35110
  • Die Wassermühle an der Kleinen Saale wurde um 1170 von den Mönchen errichtet.

 

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Wandern und Radwandern:

  • Der Saaleradweg kann zwischen Bad Kösen und Naumburg am rechten oder linken Ufer befahren werden. Eine Variante führt am rechten Ufer bis Schulpforte, an der Klosterkirche vorbei und dann an der kleinen Saale durch den ehemaligen Klostergarten.

 

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Freizeit und Erholung:

  • Das Landesweingut Kloster Pforta ging aus der 1920 in Naumburg gegründeten Staatlichen Weinbauverwaltung hervor. Der Name soll die historische Leistung der Zisterzienser-Mönche erhalten, die bis zum 16. Jh. den Weinbau im Saale-Unstrut-Gebiet zur Blüte brachten. Am 18.09.1993 erfolgte die offizielle Übernahme des Landesweingutes Kloster Pforta durch das Land Sachsen-Anhalt. Die 55 ha großen Rebflächen des Gutes liegen ausschließlich an der Saale zwischen Bad Kösen, Naumburg und Goseck. In der Vielfalt der Rebsorten dominieren bei den weißen Sorten Weißburgunder, Müller- Thurgau, Silvaner, Riesling, Morio Muskat, Traminer und Gutedel, beim Rotwein der Spätburgunder und Portugieser sowie durch die Neuzüchtungen Zweigel und André. In den Saalhäusern des Weingutes finden Weinfeste und Verkostungen statt. Öffnungszeiten Saalhäuser: Mai-Sept. 10-20 Uhr, Okt.-April 10-18 Uhr, Tel. 300-0, Fax 300-25
  • Gaststätten und Unterkünfte:
    • Gasthaus "Fischhaus", (direkt an der Saale) An der Schulpforte, Tel. 034463/60443
    • Restaurant-Café "Kloster-Pforte", Schulstr. 7, Tel. 50147

 

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Regelmäßige Veranstaltungen:

  • Haus und Hoffest des Landesweingutes Kloster Pforta (Mai)
  • Herbstweinfest des Landesweingutes Kloster Pforta (September)

 

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Verkehrsanbindungen:

  • Bundesstraßen:
    • B 87 Weimar - Apolda - Bad Kösen - Naumburg - Weißenfels
  • Bahnverbindungen:
    • Strecke 560 - nach Jena, Rudolstadt, Saalfeld, Naumburg
    • Strecke 580 - nach Weißenfels, Halle, Leipzig, Naumburg, Weimar, Erfurt
  • Busverbindungen:
    • nach Bad Kösen, Naumburg

 

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Informationen:

 

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© Sabine Spohr 1998 - 2008  31.10.2008