Dorndorf

Unstrut-km 14,8 li Postleitzahl: 06636 Vorwahl: 034462

Dorndorf liegt im Talkessel von Laucha, ca. 1 km nördlich der Stadt, am linken Unstrutufer.

Geschichtliches Regelmäßige Veranstaltungen
Sehenswürdigkeiten Verkehrsanbindung
Wandern und Radwandern Informationen
Freizeit und Erholung zum Bild

 

Geschichtliches:

  • Bodenfunde deuten auf eine Besiedlung des Gebietes schon ca. 2000 Jahre vor unserer Zeitrechnung hin. Damals soll der Ort auf der Anhöhe rechts an der Straße Dorndorf - Gleina gelegen haben, was sich dadurch erklären läßt, daß zu dieser Zeit das Unstruttal noch ein sumpfiges Gebiet war.
  • Dorndorf ist eine fränkische Gründung aus dem 8./9. Jh. Das Dorf wurde 1271 erstmals urkundlich erwähnt. Der Ortsname bezieht sich womöglich auf die Pflanzenwelt der gipshaltigen oberen Sandsteinhänge hin.
  • Östlich des Ortes liegen die Dorndorfer Berge, die z.T. mit Weinreben bepflanzt sind. Schon 1599 besaßen hier 66 von 250 Lauchaer Haushalten Weinberge.
    Am nördlichen Abhang der Berge wurde ein Münzschatz des 11. Jh. mit 1738 kleinen Silbermünzen und einem Stangensilberbarren entdeckt.
  • Viele Ländereien der Gemeinde gehörten dem Grafen von Schulenburg. Flurnamen wie "Herrenwiesen" oder "Grafsfeld" deuten noch heute darauf hin.
  • Bereits 1930 wurde der Lauchaer Hang für den Segelflug entdeckt und schnell als mitteldeutsche Rhön weltberühmt. Von 1932-54 war Laucha mit dem Fliegerhorst Dorndorf ein bekannter Segelflugort von Deutschland. 1937 wurde er Reichssegelflugschule und nach dem 2. Weltkrieg zentrale Segelflugschule der Gesellschaft für Sport- und Technik. 1990 wurde der Flugbetrieb im Segel-, Drachen-, Ultraleicht- und Motorflug wieder aufgenommen und seit 1992 gibt es hier die Lauchaer Flugtage.
  • 1950 wurde Dorndorf zu Laucha eingemeindet.

 

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Sehenswürdigkeiten:

  • Die kleine Dorfkirche stammt aus dem 18. Jh. Der quadratische Ostturm ist noch aus romanischer Zeit erhalten. 2 Glocken darin stammen aus der Lauchaer Glockengießerei (von 1734 und 1826). Im Inneren der Kirche sind vor allem die Deckenbemalung, die doppelgeschossige hölzerne Empore und der Kanzelaltar von 1732 hervorzuheben.
  • Glockenseck Dorndorf
  • Ausflugsziele:
    Das "Glockenseck" ist ein besonderer Sandsteinfelsen, um den sich folgende Sage rangt: In Gleina lebte einst ein reicher, aber hartherziger Bauer Namens Glocken. Als ein alter kranker Bettler ihn um ein Stückchen Brot anflehte, hetzte der Bauer seine Hunde auf ihn. Im Todeskampf verfluchte der Bettler den Bauern "...dein Geiz soll dich verderben und weder bei Tag noch bei Nacht sollst du Ruhe finden". Dieser Fluch ging dem Bauern nicht aus dem Sinn und ständig war er in Sorge, daß Diebe ihm etwas von Hof oder Feldern stehlen könnten. Als er eines Abends mit seinen Pferden aufbrach, um auf den Feldern nach dem Rechten zu sehen, gab es ein schweres Gewitter. Er raste immer schneller durch die Finsternis und stürzte schließlich bei einem Blitz diesen Unstruthang hinunter.

 

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Wandern und Radwandern:

  • Der Unstrutradweg führt über Karsdorf - Burgscheidungen - Dorndorf - Laucha, am linken Ufer entlang. Zwischen Dorndorf und Burgscheidungen geht's auf gemeinsamem Pfad mit dem Fliegerweg und dem Naturlehrpfad am Naturdenkmal "Glockenseck" vorbei.
  • Die Dorndorfer / Gleinaer Berge eignen sich zum Wandern und bieten einige Ausblickpunkte über die Weinberge.
  • Ein Naturlehrpfad (Markierung - grüner Diagonalstrich) führt in Richtung Flugplatz durch die Weinberge, über Flächennaturdenkmal "Beyer's Hölzchen" und "Glockenseck".
  • Der "Fliegerweg" (5,9 km, Markierung - gelbes Viereck) ist ein Rundweg. Am Rande der Dorndorfer Berge geht es zwischen Streuobstwiesen, Weinbergen und verbuschten Flächen bergauf und anschließend zwischen Flugfeld und Hangkante entlang. Vom Wanderweg aus hat man einen guten Ausblick auf das Unstruttal bis auf die Finnehöhen. Am Rande der Gleinaer Berge wandert man wieder hinunter ins Tal und trifft dort auf den "Hauptwanderweg", mit dem gemeinsam der Fliegerweg direkt an der Unstrut entlang zurück führt.
  • Der Hauptwanderweg (Teilstrecke Naumburg-Roßleben ca. 50 km, Markierung - blauer Querstrich) hat zwischen Burgscheidungen und Weischütz den gleichen Verlauf wie der Unstrut-Radwanderweg, führt von hier aus am linken Ufer entlang nach Burgscheidungen oder nach Laucha.

 

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Freizeit und Erholung:

    Fliegerhorst Dorndorf
  • "Haus der Luftsportjugend", Gleinaer Str. 17, Tel. 3390: Tagungs- Wohn- und Unterrichtsräume erlauben eine Vielzahl von Veranstaltungen und Lehrgängen, z.B. Segelflugausbildung für Anfänger und Fortgeschrittene, Kunstfluglehrgänge, Modellflug, Ballonfahren, Jugendlager und weitere Freizeitangebote. Informationen: Jugendbildungsstätte der Luftsportjugend im DAeC, Flugplatz, Tel. 339-0, Fax 339-33
  • Luftsportverein Laucha/Dorndorf e.V., Info: Gerhard Kresse, Dorfstr. 19, Tel. 0175/9239199
  • Reiterhof
  • Ein Anleger für das Fahrgastschiff "Fröhliche Dörte" befindet sich in der Dorfmitte, am alten Backhaus (km 14,7 li). Das Schiff legt nur bei Sonderfahrten hier an. (Termine erfragen)
    Informationen: Saale-Unstrut-Schiffahrtsgesellschaft mbH, Blütengrund 8, 06618 Naumburg, Tel. 03445/202809, Fax 202832
  • Gaststätten und Unterkünfte:
    • Gasthaus "Zum Flieger", Am Flugplatz, Tel. 20325
    • Zimmervermietung Birgit Hübner, Dorfstr. 28, Tel. 20325
    • Zimmervermietung Silvia Ihle, Gleinaer Str. 10, Tel. 20236

 

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Regelmäßige Veranstaltungen:

  • Lauchaer Flugtage auf dem Luftsportplatz Laucha-Dorndorf (Himmelfahrtswochenende)
  • Weinfest mit Buttenrennen (August)

 

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Verkehrsanbindungen:

  • Bundesstraßen:
    • B 176 Sömmerda - Bad Bibra - Laucha - Freyburg - Weißenfels (ab Laucha 1 km Landstraße in Richtung Gleina)
    • B 180 Naumburg - Freyburg - Eisleben - Aschersleben (ab Gleina ca. 4 km Landstraße)
  • Bahnverbindungen:
    • nächster Bahnhof in Laucha (ca. 1,5 km entfernt),
      Strecke 585: Unstrutbahn - Verbindungen nach Karsdorf, Vitzenburg, Nebra, Freyburg, Naumburg
  • Busverbindungen:
    • nach Nebra, Memleben, Laucha, Freyburg, Naumburg, Bad Bibra

 

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Informationen:

 

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nächster OrtNächster Ort flussabwärts: Laucha



Sabine Spohr 1998 - 2008  28.10.2008