Karsdorf

Unstrut-km 25,8 li Postleitzahl: 06638  Tel.-Vorwahl: 034461

Karsdorf liegt im Norden des Burgenlandkreises, zwischen Nebra und Laucha am linken Ufer der Unstrut.


  Geschichtliches    Regelmäßige Veranstaltungen 
  Sehenswürdigkeiten    Verkehrsanbindung 
  Wandern und Radwandern    Informationen 
  Freizeit und Erholung    zum Bild 

 

Geschichtliches:

  • Mehrere neolithische Niederlassungen belegen die frühzeitige Besiedlung des Unstruttales bei Karsdorf.
  • Karsdorf ist eine fränkische Gründung am Unstrutübergang.
  • Unter dem Namen "Karlestorph" wird der Ort 1109 erstmals erwähnt.
  • Zwischen 1317 und 1326 bauten die Mansfelder Grafen eine Burg auf der Hohen Gräte, einem spornartigen Felsvorsprung. Von dort beherrschten sie die Unstrutfurt.
  • Die Lage an einer Furt machte den Ort für die umliegenden Grundherrschaften interessant, z.B. für die Edlen von Querfurt. Sie mußten aber dem politischen Druck der Markgrafen von Meißen weichen, die ihren Machteinfluß von Freyburg aus erweiterten.
  • 1469 beherrschte Wilhelm III., Landgraf von Thüringen, das mittlere und untere Unstrutgebiet völlig. Karsdorf wurde zum Amt Freyburg geschlagen und zum Landesgerichtsstuhl erhoben.
  • 1589 wird die erste Unstrutbrücke im Freyburger Erbzinsbuch erwähnt.
  • Bei der Schiffbarmachung der Unstrut zwischen 1791-95 wurde die Karsdorfer Schleuse als erste von 12 Schleusen am 16.11.1793 fertiggestellt.
  • Karsdorf hat sich im Laufe der Jahrhunderte bedeutend vergrößert. Seine wirtschaftliche Stellung spiegelt sich im 19. Jh. darin wieder, dass der Ort 2 Jahrmärkte sowie einen Vieh- und einen Roßmarkt abhalten durfte.
  • Karsdorf gehört mit seinen Ortsteilen Wetzendorf und Wennungen zu den größten Siedlungen des unteren Unstruttales. Es ist ein Industriedorf, deren Entwicklung eng mit dem Zementwerk verbunden ist.
    Ein kleines Zementwerk entstand in den 20-er Jahren neben dem Bahnhof. 1950 wurde das Werk erweitert, produzierte 1953 ca. 240 000 t Portlandzement. 1959 wurde Werk II fertiggestellt; die Mineralfaserfabrik kam 1963 hinzu. Zwischen 1970-75 wurde der Betrieb erneut erweitert und erreichte fast eine Verdopplung seiner Kapazität (1960: 0,88 Mill. t; 1970: 2,28 Mill. t; 1974: 4,11 Mill. t). 1980 waren es 4,5 Mill. t - zu dieser Zeit wurde hier ein Drittel der gesamten DDR-Zementproduktion hergestellt. Es waren 1981 ca. 3200 Arbeitskräfte beschäftigt.
  • Die Gewinnung der Rohstoffe erfolgte östlich des Werkskomplexes und der Abtransport der Fertigprodukte hauptsächlich durch die Unstruttalbahn, die in Vitzenburg Anschluss an 3 Hauptstrecken des Eisenbahnnetzes hatte. Das Werk erhielt seinen eigenen Güterbahnhof.
  • Der Ausbau des Zementwerkes in den 50-er Jahren hatte den Bau neuer Wohnsiedlungen in Karsdorf, aber vor allem im benachbarten Wetzendorf zur Folge. Wetzendorf und Wennungen wurden 1957 eingemeindet.
  • Mit dem weiten Ausbau des Werkes in den 70-er und 80-er Jahren und der damit verbundenen Verdopplung der Beschäftigten, wurden die nächstgelegenen Kreisstädte Nebra und Querfurt die hauptsächlichen Wohnungsbaustandorte.

 

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Sehenswürdigkeiten:

  • Die Kirche wurde 1307 erstmals urkundlich erwähnt. Ein Umbau Anfang des 19. Jh. verlieh ihr das heutige Aussehen. Der Turm an der Nordseite stammt aus dem Jahre 1701. Im Inneren sind 2 Figuren des spätgotischen Schnitzaltares hervorzuheben. Info: evang. Pfarramt, Reinsdorfer Str. 23, Tel. 55468

 

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Wandern und Radwandern:

    Radweg vom Karsdorf nach Burgscheidungen
  • Der Unstrutradweg führt über Nebra - Reinsdorf - Karsdorf - Burgscheidungen - Dorndorf - Laucha ... Von Karsdorf geht es in Richtung Dorndorf zunächst über die Landstraße.
  • Der "Weinbergsweg" (7 km, Markierung - grüner Punkt) ist im 2 km entfernten Steigra zu erreichen. Der Weg führt über die Hangkette der Hahnenberge, die Spiegelberger Höhe nach Reinsdorf. Unterwegs bieten sich immer wieder Ausblicke auf das Unstruttal und die Weinberge. Der Weg soll künftig als Rundweg unterhalb der Hangkette zurück nach Steigra führen.
  • Der Hauptwanderweg Saalfeld-Bad Frankenhausen (Teilstrecke Naumburg - Roßleben ca. 50 km, Markierung - blauer Querstrich) ist auf der anderen Uferseite zwischen Nebra und Wetzendorf zu erreichen, ca. 3 km von Karsdorf entfernt. (siehe Wetzendorf)
  • Der Wanderweg entlang der Alten Wein- und Kupferstraße (Markierung - gelbes Dreieck) ist ebenfalls in ca. 3 km Entfernung, bei Wennungen, erreichbar. (siehe Wennungen)
  • Kanu-Fahrradstation Karsdorf des Kanuverleih Nebra, Mühlplatz 8, direkt am Unstrutradweg. Raststation für Radwanderer, geöffnet von April - Oktober, Tel. 034461/24388, Fax 034461/25318, Mobil 0173/3759769

 

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Freizeit und Erholung:

 

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Regelmäßige Veranstaltungen:

  • Gemeindefest (Juni)
  • Gartenfest (August)
  • Weinfest (September)

 

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Verkehrsanbindung:

  • Bundesstraßen:
    • B 180 Naumburg - Freyburg - Eisleben - Aschersleben (ab Steigra ca. 4 km Landstraße)
    • B 250 Eckartsberga - Bad Bibra - Nebra - Querfurt (ab Nebra ca. 6 km oder ab Reinsdorf ca. 5 km Landstraße)
  • Bahnverbindungen:
    • Strecke 585: Unstrutbahn - Verbindungen nach Vitzenburg, Nebra, Laucha, Freyburg, Naumburg
  • Busverbindungen:
    • nach Nebra, Memleben, Laucha, Freyburg, Naumburg

 

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Informationen:

 

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nächster OrtNächster Ort flussabwärts: Wennungen



© Sabine Spohr 1998 - 2009  05.05.2009