Oldisleben

Unstrut-km 79,5 li Postleitzahl: 06578  Tel.-Vorwahl: 034673

Oldisleben liegt am Ostrand der Hainleite und im nördlichen Eingangsbereich zur Thüringer Pforte.


  Geschichtliches    Regelmäßige Veranstaltungen 
  Sehenswürdigkeiten    Verkehrsanbindung 
  Wandern und Radwandern    Informationen 
  Freizeit und Erholung    zum Bild 

 

Geschichtliches:

  • 1089 gründete Gräfin Kunigunde von Beichlingen ein Benediktinerkloster, welches dem heiligen Veit geweiht wurde.
  • Der Ort wird 1101 als "Aldesleben" erstmals urkundlich erwähnt.
  • Durch päpstliche Privilegien, Schenkungen und Kauf gehörten weite Gebiete des Unstuttales u.a. auch 5 Mühlen sowie das Münzprägerecht zum klösterlichen Besitz und machten es im 13./14.Jh. zu einem der reichsten und bedeutensten Klöster der Region.
  • 1499 kaufte der Abt Heinrich Wymann dem Herzog Georg das Dorf ab.
  • Anfang des 15. Jh. begann der wirtschaftliche und moralischen Verfall des Klosters. Während des Bauernkrieges zerstörten empörte Bauern 1525 ein Teil des Klosters. 1539 wurde es aufgelöst, die Gebäude danach als Kammergut genutzt.
  • Durch Herzog Friedrich Wilhelm von Sachsen wurde der Ort 1591 zurück gekauft und gehörte weiter zum Fürstentum Schwarzburg. Ab 1640 wurde es als Seniorratsamt der nichtregierenden Wettiner genutzt, bis 1821 die Ablösung durch das Großherzogtum Sachsen-Weimar-Eisenach über eine Abfindungszahlung erfolgte.
  • 1836 erbaute man die erste Zuckersiederei, die 1872/73 durch Errichtung einer neuen Zuckerfabrik ersetzt wurde.
  • Am Oldislebener Mühlenwehr komponierte Carl Friedrich Zöller 1840 die Melodie zum Volkslied "Das Wandern ist des Müllers Lust", dessen Text der Dessauer Wilhelm Müller schrieb.
  • Die zwecks Hochwasserschutz 1854 von Preußen angestrebte landesgrenzenübergreifende Melioration des Unstrutgebietes wurde von einigen Thüringer Herzog- und Fürstentümern nicht unterstützt. So kam es, das u.a. auch Oldisleben der 1857 gegründeten Sozietät zur Unstrutregulierung von Bretleben bis Nebra nicht beitrat.
  • 1905 begann man mit dem Bau des Schachtes. Am 5.6.1907 wurde das erste Kalisalz gefördert. Im gleichen Jahr bekamen Zuckerfabrik und Kalischacht Bahnanschluss nach Esperstedt an die Eisenbahnlinie Artern - Frankenhausen - Sondershausen durch die sogenannte "Rübenbahn".
  • 1921 wurde eine elektrische Stromversorgung mittels eines Generators für die Zuckerfabrik in Betrieb genommen und der Kalischacht wegen Unrentabilität geschlossen.
  • 1952 wurde Oldisleben dem Kreis Artern und dem Bezirk Halle angegliedert.
  • 1967-69 erfolgte der Bau des Schwimmbades.
  • 1974 wurde Sachsenburg eingemeindet.
  • Nach 1990 wurde die Zuckerfabrik stillgelegt.

 

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Sehenswürdigkeiten:

  • Die ehemalige Zuckerfabrik (Esperstedter Str. 9, Tel. 91206) steht für Besichtigungen offen und soll künftig als lebendiges Industriedenkmal weiter ausgebaut und vervollständigt werden. Sie ist eine der letzten Fabriken Europas, die mit Dampfmaschinen, Diffusionsbatterie und anderen historischen Apparaten bis 1990 in Betrieb war. Die anstelle der alten "Rübenquetsche" 1873 errichtete Zuckerfabrik wurde von der Magdeburger Maschinenfabrik Röhrig & König für die Verarbeitung von 350 t/d Rüben erbaut. Bis 1889 konnte man die Kapazität auf 525 t/d erhöhen.
    Infos: www.industrietours.de
  • Blick auf die Mühle Oldisleben
  • Der Mühlenpark Oldisleben wurde zu Beginn des 19. Jh. von der Mühlenbesitzerfamilie Weinek angelegt. Der ca 0,3 ha grosse Park beinhaltet eine Grotte aus Dornstein, Sitzplatz aus versteinertem Holz und Arkose-Sandstein sowie seltene Pflanzen, z.B. Ginkgo, japanischer Schnurbaum, schwedische Maulbeere. Die Mühle war bis etwa 1980 in Betrieb. Privatbesitzer Herr H. Soller, Besichtigung nach Anmeldung bei Herrn Vollbrecht möglich.
  • die St. Johanniskirche
  • Ausflugsziele: Die beiden Burgruinen der Hakenburg und Sachsenburg auf dem Wächterberg (siehe unter Sachsenburg) sind einen Ausflug wert und von Oben kann mann einen herrlichen Ausblick auf die Thüringer Pforte genießen.

 

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Wandern und Radwandern:

  • Der Unstrutradweg führt über die Landstraße nach Heldrungen, von dort nach Bretleben. In der Gegenrichtung geht es entlang der Flutgrabenkante bis nach Gorsleben.
  • Der Hainleitewanderweg bei Sachsenburg

 

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Freizeit und Erholung:

  • Reiterhof mit Reithalle, Reit- und Fahrverein Oldisleben e.V., Karl-Marx-Str. 51, 06578 Oldisleben, Tel. 034673/96521, 91486, Fax: 034673/96649
  • Gaststätten:
    • "Eisfelder Schänke", Frankenhäuser Str. 32, Tel. 91555
    • Gaststätte Möllendorf, Ernst-Thälmann-Str., Tel 96735

 

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Regelmäßige Veranstaltungen:

  • Reiterfest (letztes Juniwochenende)
  • Sommerfest
  • Oster- und Sonnenwendfeuer
  • Schützenfest (erstes Septemberwochenende)

 

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Verkehrsanbindung:

  • Bundesstraßen:
    • B 85 Berga - Bad Frankenhausen - Oldisleben - Kölleda - Weimar
    • B 86 Artern - Heldrungen - Kindelbrück - Weissensee - Straußfurt (ca. 2 km entfernt)
  • Bahnverbindungen:
    • nächster Bahnhof in Heldrungen (ca. 1 km entfernt)
      Strecke 595: Verbindungen nach Bretleben, Artern, Sangerhausen, Etzleben, Griefstedt, Leubingen, Sömmerda, Erfurt
  • Busverbindungen:   (Verkehrsgesellschaft Südharz)
    • Linie 509: nach Bad Frankenhausen, Sachsenburg, Hauteroda
    • Linie 519: nach Sachsenburg, Heldrungen, Gorsleben, Etzleben, Hemleben

 

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Informationen:

 

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nächster OrtNächster Ort flussabwärts: Heldrungen



© Sabine Spohr 1998 - 2010  16.10.2010