Reinsdorf

Unstrut km 29,5 li Postleitzahl: 06642  Tel.-Vorwahl: 034461 

Reinsdorf liegt im Norden des Burgenlandkreises, nordöstlich von Nebra. Es erstreckt sich östlich der Mündung des Schmoner Baches in die Unstrut am Auenrand des linken Unstrutufers.


  Geschichtliches    Regelmäßige Veranstaltungen 
  Sehenswürdigkeiten    Verkehrsanbindung 
  Wandern und Radwandern    Informationen 
  Freizeit und Erholung    zum Bild 

 

Geschichtliches:

  • Zahlreiche Funde deuten auf eine lange zurückgehende Nutzung des Gebietes hin.
  • Der Name Reinsdorf, 830 als "Reginheresdorpf" im Hersfelder Zehntverzeichnis, 991 als "Reginheresdorf" genannt, bedeutet Dorf eines Reginher bzw. Reinher und ist somit wohl eine fränkische Gründung, die in Anlehnung an die Altenburg entstand. Ende des 19. Jh. war die Altenburg, die sich auf dem Sandsteinhügel zwischen Unstrut und der heutigen Bahnlinie südöstlich des Ortes befand, noch durch eine mächtige Schutt- und Brandlage zu erkennen.
  • Im Ortsgrundriss von Reinsdorf lassen sich mehrere Teile unterschiedlicher Entstehung und Funktion erkennen. Das westliche Dorf umfaßt den ehemaligen Klosterbezirk mit Häuseranwesen, den sogenannten Klosterhäusern, und der Klosterkirche.
  • Das Benediktinerkloster von Vitzenburg war zwischen 1121-24 auf Veranlassung Bischofs Otto von Bamberg und Wiprechts von Groitzsch nach Reinsdorf verlegt worden. Der Bischof weihte 1127 auf seiner Missionsreise nach Pommern die noch nicht vollendete Kirche (1135 fertiggestellt) Johannes dem Täufer.
  • Das Kloster widmete sich intensiv der landwirtschaftlichen Bodennutzung, es erhielt Weinbergszehnte in Steigra, Wangen, Vitzenburg und Nebra sowie Rodungszehnte in Zingst, Vitzenburg und Gleina.
  • Im Jahre 1525 wurde das Kloster von den Bauern geplündert. 1540 wurde es säkularisiert. Es entstanden 3 Rittersitze, die sich 1750 zu einem Rittergut vereinigten, das bis 1945 den Grafen von Schulenburg-Heßler auf Vitzenburg gehörte. Das Rittergut befand sich am Südende des Angers.
  • Nahe der Kirche, wo es früher eine Fähre gab, wurde 1994 eine Fußgänger- und Radfahrerbrücke gebaut, über die auch der Unstrut-Radweg führt.
  • 1997/98 beteiligte sich Reinsdorf am Wettbewerb "Unser Dorf soll schöner werden - Unser Dorf hat Zukunft". Im Wettbewerb des Burgenlandkreises errang die Gemeinde im Jahre 1997 den 1. Platz und im Jahre 1998 im Wettbewerb des Landes Sachsen-Anhalt den 2. Platz.

 

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Sehenswürdigkeiten:

    Kirche Reinsdorf
  • Die kleine Dorfkirche ist aus der 1135 fertiggestellten Klosterkirche, von der nur noch das Querhaus steht, hervorgegangen. Der Chor wurde im 14. Jh. verlängert und mit gotischen Fenstern ausgestattet. Umbauten aus dem 17. Jh., z.B. Abbruch des Langhauses, bestimmen das Äußere der Kirche, die man nach den Zerstörungen des 30-jährigen Krieges als Pfarrkirche ausgebaute. Um 1740 wurde die Kirche im barocken Stil umgebaut, z.B. erhielt der Turm eine barocke Haube. Aus romanischer Zeit sind Reste von Palmetten- und Schachbrettfries sowie ein mit Spiegelschrift umrahmtes Tympanon über dem Kirchenportal zu sehen. Das Innere der Kirche wurde im 18. Jh. prunkvoll ausgestattet, hervorzuheben ist die barocke Orgel, welche 1994 restauriert wurde. Info: evang. Pfarramt, Unterdorf 8, Tel. 22344
  • Nicht nur die Dorfkirche prägt das Bild von Reinsdorf, auch viel Natur ist zu spüren und zu sehen. Dazu gehört die in der Ortslage gelegene Lindenallee, die zu allen Jahreszeiten ihren Reiz hat. Gut sichtbar sind auch die Weinberge. Diese sind von Naturschutzgebiet "Reinsdorfer Elstloch" umgeben.

 

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Wandern und Radwandern:

  • Der Unstrutradweg führt von Nebra aus über Reinsdorf, wechselt die Uferseite und führt weiter nach Karsdorf - Burgscheidungen - Dorndorf - Laucha ...
  • Der "Weinbergsweg" (12,5 km-Rundweg; Markierung - grüner Punkt) führt von Reinsdorf durch die Feldflur auf die Spiegelberger Höhe. Ein Rastplatz befindet sich dort oben an einer markanten Kastanie und ermöglicht einen Ausblick auf die Weinberge. Dann führt der Weg entlang der Hangkette Hahnenberge nach Steigra. In Steigra befindet sich ein Rundweg, bei dem man u.a. die Trojaburg, ein vorgeschichtliches Rasenlabyrinth altgermanischen Ursprungs, besichtigen kann. Der Weg soll künftig unterhalb der Hangkette als Rundweg zurück nach Reinsdorf führen.

 

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Freizeit und Erholung:

  • Die Weinstraße Saale-Unstrut verläuft hier entlang.
  • Orgelkonzerte in der Kirche
  • Eine Bootsanlegestelle mit Rastplatz befindet sich hinter der Unstrutradwegbrücke am rechten Ufer.
  • Gaststätten und Unterkünfte:
    • Gaststätte "Zum Deutschen Haus" (mit Kegelbahn, Streichelzoo, Biergarten, Weinverkostungen und Schlachtefesten; Kutschfahrten), Oberdorf 1, Tel. 22778
    • Lebensmittelgeschäft im Zentrum der Ortschaft, Dorfstr., Mo-Fr ganztägig und Sa vormittags geöffnet

 

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Regelmäßige Veranstaltungen:

  • Pfingstfest
  • Wein- und Heimatfest (3. Augustwochenende)

 

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Verkehrsanbindung:

  • Bundesstraßen:
    • B 250 Eckartsberga - Bad Bibra - Nebra - Querfurt
  • Bahnverbindungen:
    • Bahnhof Vitzenburg (zwischen Reinsdorf und Vitzenburg),
      Strecke 585: Burgenlandbahn - Verbindungen nach Nebra, Karsdorf, Laucha, Freyburg, Naumburg
  • Busverbindungen:
    • nach Nebra, Memleben, Laucha, Freyburg, Naumburg, Bad Bibra,

 

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Informationen:

  • Gemeindeverwaltung Reinsdorf, Oberdorf 6, Tel. 22020
  • Verwaltungsgemeinschaft "Unstruttal", Markt 1, 06632 Freyburg, Tel. 034464/3000

 

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nächster OrtNächster Ort flussabwärts: Vitzenburg


© Sabine Spohr 1998 - 2010  18.04.2010