Roßleben

Unstrut-km 49,1 li Postleitzahl: 06571 Tel.-Vorwahl: 034672

Roßleben liegt östlich von Artern nahe der östlichen Landesgrenze von Thüringen zu Sachsen-Anhalt am linken Unstrutufer.


  Geschichtliches    Regelmäßige Veranstaltungen 
  Sehenswürdigkeiten    Verkehrsanbindung 
  Wandern und Radwandern    Informationen 
  Freizeit und Erholung    zum Bild 

 

Geschichtliches:

  • 880 wurde der Ort als "Rostenleba" erstmals urkundlich erwähnt.
  • 1140 stifteten Graf Ludwig von Wippra und seine Gemahlin Mathilde das Augustiner Mönchskloster St. Petrus und St. Paulus mit der Andreaskirche. 1250 wurde das Augustiner-Kloster in ein Zisterzienserinnenkloster umgewandelt, gehörte aber weiterhin zum Bistum Halberstadt.
  • 1177 wird der Ort als "Rusteleva" genannt.
  • Die Thüringischen Grafenkriege 1342-45 verlieren die Herren von Orlamünde und die Herren von Roßleben werden danach nicht mehr erwähnt. Christian von Witzleben erwirbt die Burg Wendelstein und wird Schutzherr des Klosters Roßleben.
    Die Reformation beendet das klösterliche Leben. Heinrich von Witzleben, der letzte Schutzvoigt des Klosters, beauftragte 1549 seinen Inspektor Georg Fabricius, im Roßleber Kloster eine Knabenschule einzurichten, welche 1554 mit 40 Jungen den Unterricht aufnahm. Die Klosterschule Roßleben ist somit eines der ältesten Gymnasien Deutschlands und die älteste thüringische Schule überhaupt.
  • Am 2.4.1686 vernichtete ein Brand fast das ganze Dorf und nur 17 Gebäude, zu den auch die Klostermühle und Andreaskirche gehörten, blieben verschont.
  • 1730-42 wurde die Klosterschule unter Wolf-Dietrich Arnold von Witzleben in ihrer heutigen Form wieder aufgebaut. Ein weiterer Brand 1770 verschonte Klosterschule, Kirche und Pfarrhaus.
  • 1851 wurde am östlichen Ortsrand die erste Zuckerfabrik erbaut. Nachdem 1858 die Zuckerfabrik zwischen Roßleben und Bottendorf neu entstand, wurde in der ersten Fabrik ein Dampfsägewerk eingerichtet.
  • 1889 erhält Rossleben einen eigenen Bahnhof und Anschluß an die Eisenbahnstrecke Artern - Naumburg.
  • Am 15.6.1903 wurde der Roßleber Kalischacht abgeteuft. Ab 1912 wurde eine Wasserleitung gebaut und sorgte der elektrische Strom, der in dem Dampfsägewerk erzeugt wurde, für einen wirtschaftlichen Aufschwung.
  • Ein Laugeneinbruch 1938 bringt den Kaliabbau bis nach dem Krieg zum Erliegen. Die Kapazitätserweiterung ab 1960 sorgt für Arbeitskräftezuzug und die Entstehung neuer Wohnungen. Nach 1990 wurde das Kaliwerk geschlossen.
  • 1949 wurde die Stiftung aufgelöst und Schule und Internat als Erweiterte Oberschule "J.-W. Goethe" weiter geführt.
  • 1959 wurde auf Initiative von Schülern der Goethe-Oberschule, die sich reparaturbedürftige Boote von der DHfK Leipzig besorgt hatten, der Roßleber Ruderclub gegründet.
  • Zwischen 1976 und 1990 bildet Roßleben gemeinsam mit Wiehe, Langenroda und Donndorf den Gemeindeverband Unstruttal.
  • Am 13.4.1999 wurden Schönewerda und Bottendorf eingemeindet und am 17.06.99 erhielt Roßleben das Stadtrecht.
  • Im Dezember 2006 wurde der Unstrutbahn-Abschnitt Artern-Nebra stillgelegt.

 

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Sehenswürdigkeiten:

  • Das Heimatstübchen (Schulstr. 1) hat Mo-Do 9-16 und Fr 9-12 Uhr geöffnet. Info: Heimatverein Roßleben
  • Die Kirche
  • Das ehemalige Kloster, in dem seit 1554 die Klosterschule untergebracht ist, liegt unmittelbar an einem Unstrutaltarm. Seit 1993 wurde die
  • Klosterschule Roßleben
  • renoviert und modernisiert, die Arbeiten sind abgeschlossen.

 

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Wandern und Radwandern:

  • Der Unstrutradweg in Richtung Wendelstein führt zur Unstrutbrücke hinunter und neben der Landstrasse nach Wiehe bis links ein Feldweg abzweigt, der sich später am Umflutkanal gabelt. Rchts gehts zu einem Abstecher nach Wiehe, links gehts nach Wendelstein. In Richtung Artern führt ein straßenbegleitender Fahrradweg bis Bottendorf und danach geht es über den "Bottendorfer Hügel" weiter nach Schönewerda.

 

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Unstrutflotte in Rossleben

Freizeit und Erholung:

  • Ruderclub Roßleben e.V., Tel. 034672/65138
  • Unstrutbüro Roßleben - Büro für Tourismusförderung und Wassersport, D. Furchheim, Am Bahnhof 6, 06571 Rossleben, Tel. 034672/60222
  • Kegelhalle mit Sauna und Gaststätte, Ziegelrodaer Str. 94 a, Tel. 65644
  • Stadtbibliothek, Schillerstr. 7, Tel. 65251
  • Gaststätten und Unterkünfte:
    • Hotel und Restaurant "Unstruttal", Sängerweg 2, Tel. 69027, Fax 69029
    • Gaststätte "Zum Eulenspiegel", Ziegelrodaer Str., Tel. 91417
    • Weintraube Roßleben, Richard Hüttig Platz 13
    • Eiscafé "Lambada", Tel. 60266
    • "Rosi's Bierstübchen", Bottendorfer Str. 4, Tel. 90174
    • Gaststätte "Zum Besen", Heinrich-Heine-Str. 10, Tel. 84759
    • Bahnhofsgaststätte "Zum Unstrutkoch", Bahnhof, Tel. 91753
    • Pizzeria, Wendelsteiner Str. 17, Tel. 84248
    • Bergmannsgaststätte "Füllort", Sängerweg, Tel. 84949
    • "Elsbeth's Café", Schachtstr. 34, Tel. 81594
    • Fiedler's Imbiss, Wiehesche Str., Tel. 65230
    • Gaststätte "Am Sportplatz", Wendelsteiner Str., Tel. 83189

 

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Regelmäßige Veranstaltungen

  • Unstrutfest Roßleben (Juni/Juli)
  • Termine des "Thüringer Orgelsommers" in der Klosterkirche

 

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Verkehrsanbindung:

  • Bundesstraßen:
    • B 86 Artern - Heldrungen - Kindelbrück - Weißensee (ca 15 km entfernt)
    • B 175 Sömmerda - Kölleda - Laucha - Freyburg (ca. 12 km entfernt)
    • B 250 Querfurt - Nebra - Bad Bibra - Eckhardsberga (ca 15 km entfernt)
  • Bahnverbindungen:
    • nächster Bahnhof in Artern (Strecke Magdeburg - Erfurt)
  • Busverbindungen:   (Verkehrsgesellschaft Südharz)
    • VGS-Linie 516: nach Bottendorf, Artern, Sangerhausen
    • VGS-Linie 521: nach Artern, Reinsdorf (Thür.), Wiehe
    • VGS-Linie 527: nach Wiehe, Heldrungen, Sachsenburg, Göllingen, Sondershausen
    • VGS-Linie 529: nach Schönewerda, Mönchpfiffel, Nikolausrieth, Allstedt
    • PVG Burgenlandkreis: nach Nebra, Laucha, Freyburg, Naumburg

 

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Informationen:

 

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nächster OrtNächster Ort flussabwärts: Wendelstein



© Sabine Spohr 1998 - 2009  08.02.2009