Straußfurt

Unstrut-km 120,5 re Postleitzahl:  99634 Tel.-Vorwahl: 036376

Straußfurt liegt an der Kreuzung der Bundesstraßen 176 und 4, nordöstlich des gleichnamigen Unstrut-Rückhaltebeckens.


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Geschichtliches:

  • Im Jahre 744 wurde Straußfurt im Schenkungsverzeichnis des Klosters Fulda als "Stuffeforte" erstmals urkundlich erwähnt.
  • Als Kaiser Karl der Große im Jahre 801 die Errichtung der Dingstätte zu Mittelhausen anordnete, wird der Ort als "Stusfort" genannt.
  • 1278 erhält ein Ritter Eberhard von Straußfurt Ländereien vom Kloster Oldisleben.
  • 1324 wurde die Marienkapelle erbaut.
  • Am 29.6.1616 ergoß sich die sogenannte "Thüringer Sintflut" mit in dieser Gegend. Starke Regenfälle mit Hagel sorgen innerhalb von 12 Stunden für Überschwemmungen.
  • Es gab Rittergüter und Freihöfe, die zum Teil nebeneinander bestanden und im 17. Jh. zusammengeführt wurden. Anfang des 18. Jh. gelangten sie in den Besitz der Familie von Münchhausen, die 1735 an der Stelle der mittelalterlichen Burg ein Schloss errichten ließ. Die Reste des Sandsteinbaus wurden 1948 abgerissen.
  • Freifrau Katharina Sophia von Münchhausen stiftete 1724 ein Waisenhaus. Eugen Ernst Friedrich Ferdinand von Münchhausen wandelte das Waisenhaus 1791 in eine Freiherr-von-Münchhausen-Stiftung um. Die Waisenhausstiftung hat man 1951 aufgelöst.
  • 1752 gab es 2 Unstruthochwasser, so dass 8 Wochen Wasser auf den Feldern stand.
  • Nachdem der Ort 1816 der Regierungsbezirk Erfurt in 10 Kreise aufgeteilt wurde, enstand der Kreis Weißensee. Freiherr Ernst Friedrich Ferdinand von Münchhausen wurde Landrat.
  • 1828-33 wurde die Chaussee von Erfurt nach Kindelbrück über Straußfurt gebaut. 1847-57 folgte die Landstraße Langensalza - Weißensee - Kölleda.
  • 1864 gründete Herr Schaper das Dachziegelwerk. Eine Ziegelei gab es bis 1985.
  • 1869 wurde die Eisenbahnbrücke über die Unstrut und der Bahnhof Straußfurt fertiggestellt. Somit hatte Straußfurt Anschluß an die Bahnlinie Erfurt - Nordhausen. 1874 kam die sogenannte "Pfefferminzbahn" Straußfurt - Großheringen dazu. 1906 eröffnete man die Strecke nach Tennstedt (Tennstedt - Döllstedt existierte bereits). Die Linie Straußfurt - Döllstedt wurde 1999 stillgelegt.
  • Am 1.10.1871 gründete Robert Wagner die Zuckerfabrik Straußfurt. Straußfurt entwickelte sich zum Zentrum des Thüringer Zuckerrübenanbaus und die Zuckerfabrik wurde einer der größten Arbeitgeber der Region. Im August 1991 erfolgte die Übernahme durch die Südzucker GmbH Zeitz. 1996 schloss das Werk.
  • Staumauer Rückhaltebecken Straußfurt
  • Starke Regenfälle führten im Sommer 1871 zu Hochwasser, welches beide Brücken zwischen Straußfurt und Vehra zum Einstürzen brachte. Weitere Hochwasser werden z.B. aus dem Jahre 1882 vermeldet, wo es gleich fünfmal innerhalb eines Jahres zu Überschwemmungen kam. 1926 waren wiederum extreme Regenfälle für Überflutungen verantwortlich, wobei der Wasserstand auf den Wiesen bis 1,50 m betrug. Weitere schwere Hochwasser gab es 1937 und 1947. Im Mai 1950 war erneut ein Unwetter im Umkreis von 20 km an riesigen Überflutungen Schuld. 1952-57 ist der Staudamm für das Rückhaltebecken erbaut worden.
  • 1978 hat man den Gemeindeverband "Am Staudamm" mit Sitz in Straußfurt gegründet. 1992 wurde die Verwaltungsgemeinschaft ins Leben gerufen.
  • Anläßlich der 1250-Jahrfeier wird ein 1994 Gemeindepartnerschaftsvertrag zwischen Straußfurt und Biberbach unterzeichnet.

 

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Sehenswürdigkeiten:

  • Die Petrikirche hat ihren Ursprung im 15./16. Jh., wurde 1616 vergrößert und 1717 mit einem neuen Glockenstuhl versehen. Nachdem sie 1980 wegen Baufälligkeit gesperrt werden mußte, konnte sie 1987 wieder eröffnet werden. Erwähnenswert sind ein Taufstein vom Ende des 16. Jh. sowie einige Grabplatten und Epithaphe. Das Familienwappen der Münchhausens ist auf dem Friedhof an der Kirche zu finden.

 

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Wandern und Radwandern:

  • Der Unstrutradweg macht einen südlichen Bogen um Straußfurt. Er führt von Herbsleben nach Gebesee und dann auf dem Gera-Damm in südlicher Richtung bis Ringleben, weiter über Haßleben, Wundersleben, Schallenburg nach Sömmerda.

 

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Freizeit und Erholung:

  • Bibliothek, Bahnhofstr. 10, Tel. 51325,
  • Gaststätten und Unterkünfte
    • Hotel "Am Hölzchen", Straße der Jugend 52, Tel. 58321
    • Restaurant "Am Bahnhof", Bahnhofstr. 5, Tel. 60204

 

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Verkehrsanbindung:

  • Bundesstraßen:
    • B 176 Bad Langensalza - Straußfurt - Sömmerda - Kölleda - Freyburg
    • B 4 Erfurt - Straußfurt - Sondershausen - Nordhausen
  • Bahnverbindungen:
    • Strecke 594: Verbindungen nach Weißensee, Sömmerda, Kölleda, Großheringen
    • Strecke 601: Verbindungen nach Ringleben/Gebesee, Erfurt, Sondershausen, Nordhausen
  • Busverbindungen: ÖPNV Sömmerda/Weimar

 

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Informationen:

 

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© Sabine Spohr 1998 - 2008  28.10.2008